Biogas-Förderungsansprüche im EEG 2014
Leistungsklasse Anzulegender Wert für Biomasse-
& Güllevergärung,
(§§ 44 und 46 EEG 2014) in
Cent/kWh
Absenkung um 0,5 % pro Quartal am Beispiel 2016
(bei < 100 MW Bruttozubau)
1. Quartal
Cent/kWh
2. Quartal
Cent/kWh
3. Quartal
Cent/kWh
4. Quartal
Cent/kWh
bis 75 kW* 23,73 23,61 23,49 23,38 23,26
bis 150 kW 13,66 13,59 13,52 13,46 13,39
bis 500 kW 11,78 11,81 11,66 11,6 11,55
bis 5 MW 10,55 10,5 10,44 10,39 10,34
bis 20 MW 5,85 5,82 5,79 5,76 5,73
Anzulegender Wert für
Bioabfallvergärung,
( § 45 EEG 2014) in Cent / kWh
bis 500 kW 15,26 15,18 15,11 15,03 14,96
bis 20 MW
13,38 13,31 13,25 13,18 13,11

* Güllekleinanlagen




EEG 2012 - Stand 08.07.2011

Mit der Entscheidung des Bundesrates am Freitag den 8. Juli 2011 ist das Gesetzgebungsverfahren des EEG 2012 abgeschlossen worden. Damit wird das aktuell geltende EEG 2009 zum 1. Januar 2012 abgelöst. Eine unverbindliche Übersicht zu den Details finden sie untenstehend. Eine besondere Vergütung erhalten kleine Anlagen mit maximal 75 kW installierter Leistung und mindestens 80% Gülleanteil.

Leistung kWel Grundvergütung a) (ct/kWh) Einsatzstoff-vergütungs-klasse I a) (ct/kWh) Einsatzstoff-vergütungs-klasse II a) (ct/kWh) Vergütung Vergärung von Bioabfällen a) (ct/kWh)
< 75                                     25,0 b)
< 150 14,3 6,0 8,0 16,0
< 500 12,3 6,0 8,0 16,0
< 750 11,0 5,0 / 2,5 c) 8,0 / 6,0 d) 14,0
< 5000 11,0 4,0 / 2,5 c) 8,0 / 6,0 d) 14,0
< 20.000 6,0 - - 14,0
Leistung kWel Gasaufbereitungsbonus f) (ct/kWh)
< 75 bis < 20.000 3 ct/kWh bis 700 Nm³/h; 2 bis 1.000 Nm³/h; 1 bis 1.400 Nm³/h; Nennleistung der Gasaufbereitungsanlage


Diese Vergütungen sind an gewisse Vorgaben gebunden, die Sie in der unverbindlichen Zusammenfassung vom Fachverband Biogas e.V. einsehen können

> hier geht es zu den Vorgaben (PDF)!

 

Zur Einsatzstoffvergütungsklasse I zählen unter anderem:
Maissilage, Grassilage, GPS, Getreidekörner, Körnermais, CCM, Zuckerrübe

Zur Einsatzstoffvergütungsklasse II zählen unter anderem:
Rindergülle/-festmist, Schweinegülle/-festmist, Pferdemist, Schafmist, Ziegenmist, Geflügelmist/-trockenkot, durchwachsende Silphie, Kleegras, Leguminosen-Gemenge, Luzernegras, Lupine, Phacelia, Landschaftspflegematerial

Eine detaillierte Liste mit den anrechenbaren Energieerträgen folgt in den nächsten Wochen.

Das aktuelle EEG 2012 können Sie hier (http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/47585/) herunterladen.


EEG 2009 - Stand 01.01.2009

Die Vergütung von Strom aus Biomasse wird durch das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG 2009) geregelt. Die Fassung aus dem Jahr 2004 wurde überarbeitet und trat zum 01. Januar 2009 in Kraft.

Allgemeine Regeln:

  • Vergütung ab erstmaliger Stromerzeugung des Generators aus erneuerbaren Energien.
  • Vergütungsdauer: 20 Jahre
  • Vergütung ab 5 MW nur bei Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung.
  • Einspeisemanagement der Netzbetreiber für Anlagen über 100 kWel
Leistung kWel Grundvergütung (ct/kWh) NaWaRo-Bonus (ct/kWh) Güllebonus (ct/kWh) KWK-Bonus (ct/kWh)
< 150 11.67 7.00 4.00 3.00
< 500 9.18 7.00 1.00 3.00
< 5 8.25 4.00 - 3.00
5 - 20 7.79 - - 3.00

Weitere Boni für Biogas:

Nawaro-Bonus (entspr. Abs. IV, Nr. 2a, Anlage 2, EEG 2009)

  • Ausschließlichkeitsprinzip für den Einsatz von Nawaro wird gelockert
  • Anteilige Vergütung von pflanzlichen Nebenprodukten nach Positiv-/Negativliste
  • Der Anteil ist durch eine(n) Umweltgutachter(in) zu bescheinigen
  • Pflicht zum Führen eines Einsatzstoff-Tagebuchs
  • Gültig auch für Altanlagen

Güllebonus (entspr. Abs. IV, Nr. 2b, Anlage 2, EEG 2009)

  • Einsatz von mind. 30 Masseprozent Wirtschaftsdünger
  • Der Anteil ist durch eine(n) Umweltgutachter(in) zu bescheinigen
  • Gültig auch für Altanlagen

KWK-Bonus (entspr. Anlage 3, EEG 2009)

  • Anspruch besteht, wenn Strom im Sinne von §3 Abs. 4 des KWK-Gesetzes
  • Wärmenutzung entsprechend Positivliste Nr. III
  • Nachweislich fossile Energieträger in gleichem Umfang ersetzt werden
  • Gültig auch für Altanlagen

Landschaftspflegebonus (entspr. Abs. IV, Nr. 2c, Anlage 2, EEG 2009)

  • 2,0 ct/kWh bis 500 kWel beim überwiegenden Einsatz von Pflanzen und Pflanzeteilen die im Rahmen der Landschaftspflege anfallen
  • Der Anteil ist durch eine(n) Umweltgutachter(in) zu bescheinigen
  • Gültig auch für Altanlagen

Technologie-Bonus (entspr. I., Anlage 1, EEG 2009)

  • 2,0 ct/kWh für Konversion von Biomasse durch thermochemische Vergasung
  • 2,0 ct/kWh für Stromerzeugung mittels Brennstoffzellen, Gasturbinen, Dampfmotoren, ORC-Anlagen, Mehrstoffgemisch-Anlagen, Stirling-Motoren etc.
  • Gültig auch für Altanlagen

Technologie-Bonus für Biogasaufbereitung (entspr. II., Anlage 1, EEG 2009)

  • 2,0 ct/kWh für Anlagen, die bis zu 350 m³/h Rohbiogas aufbereiten
  • 1,0 ct/kWh für Anlagen, die bis zu 700 m³/h Rohbiogas aufbereiten
    wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • Methanschlupf maximal 0,5 %
  • Stromverbrauch maximal 0,5 kWh/Nm³ Rohgas
  • Prozesswärme für die Aufbereitung aus erneuerbaren Energien
  • Gültig auch für Altanlagen

Formaldehydbonus (entspr. §27 Abs. 5, EEG 2009)

  • 1,0 ct/kWh wenn der Formaldehyd-Grenzwert von 40 mg/m³ entsprechend TA-Luft eingehalten wird
  • Gültig auch für Altanlagen bis 500 kW
  • Die Einhaltung muss durch die zuständige Behörde bescheinigt werden.

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter:

http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/40508/

 

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